Linie goes Liebig34: Autonome Freiräume verteidigen!

Fahrraddemo Dienstag 07.07. // 17h // Dorfplatz
 
 
Die Gentrifizierung hat bei uns in Mitte eine Wüste hinterlassen, in der es jenseits des kapitalistischen Alltagsspektakel nur noch wenig Leben gibt. In anderen Kiezen sehen sich gerade eine Vielzahl emanzipatorischer, nicht-kommerzieller Freiräume von den Folgen kapitalistischer Wohnungspolitik bedroht.
 
Trotz Ausnahmezustand und kurzzeitigem Räumungsstop, stehen bald die ersten Räumungen an. Die Liebig hat ihren Räumungsprozess verloren, obwohl der verklagte Verein nichtmal mehr im Haus ist – eine Räumung könnte jederzeit stattfinden. Auch das Syndikat hat nicht lang nach der Wiederöffnung einen Räumungstermin für den 7. August bekommen.
 
Das alles finden wir richtig scheiße, aber es überrascht uns nicht! Wir zeigen uns solidarisch mit allen bedrohten Projekten und kämpfen für für den Aufbau einer gemeinschaftlich organisierten Stadt von unten. Wir rufen alle Menschen auf, sich der kapitalistischen Stadt entgegenzustellen und die geplanten Räumungen zu verhindern!
 
Kommt zur Fahrraddemo und tragt eure Wut auf die Straße. Der Weg von Mitte ist weit, daher starten wir direkt auf dem Dorfplatz vor der Liebig 34. Linie goes Liebig – gemeinsam radeln wir an der Meute vorbei zum Syndikat. Bringt Schilder, Banner und Fahnen und eure Freund*innen mit. Bitte achtet auf eure Mitmenschen, tragt einen Mundschutz und versucht, auf genügend Abstand zu achten.
 
Räumungen verhindern! 
One Struggle One Fight – Syndi, Liebig, Meute, Potse bleibt!
 
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Telegram-Gruppe: Gemeinsam gegen das Corona Virus!

https://t.me/joinchat/OkqYFxlwJ3jGzOBWP2uEcg

Immer mehr Menschen in Berlin infizieren sich mit dem Corona-Virus und es ist ungewiss, wie die nächsten Wochen verlaufen.

Diese Gruppe soll dabei helfen, Solidarität und Hilfe in unserer Nachbarschaft in Mitte zu organisieren. Statt Vereinzelung und Hamsterkäufen suchen wir nach solidarischen Perspektiven und wollen die unterstützen, die von der Gefahr durch das Virus am härtesten getroffen werden. Statt Fake-News und Panikmache setzen wir auf Ruhe, Fakten und Solidarität.

In dieser Telegram-Gruppe soll praktische Hilfe organisiert werden.

✅ Wofür diese Gruppe:
Hier findet ihr Materialien und Infos, falls ihr eure Nachbar*innen supporten wollt. Flyer für den Hausflur, Infos zum aktuellen Stand im Bezirk, etc. Hier könnt ihr euch koordinieren und absprechen, wie ihr gemeinsam helfen könnt. Vielleicht wohnt eine andere motivierte Person nebenan und ihr könnt euch zusammentun? Hier können sich Menschen melden, die Hilfe benötigen, beim Einkaufen oder ähnlichen Dingen. In dringenden Fällen kann vielleicht auch Kinderbetreuung organisiert werden?

❌ Wofür diese Gruppe nicht ist:
Das ist keine Gruppe für Sonderfragen („Wo bekomme ich mein Lieblingspesto?“) oder Leerstandsmeldungen („Beim Rewe an der Invalidenstraße gibt’s grad keine Nudeln!“). Fake-News und diskriminierende Äußerungen werden umgehend gelöscht.

✅ Um diese Gruppe übersichtlicher zu gestalten, bitte Posts in der folgenden Form verfassen:

❓GESUCHE :
– Straße zur ungefähren Eingrenzung
– Was wird gebraucht?
– Bis wann wird es gebraucht?
-> Bevor ich in die Gruppe poste, erstmal die Suchfunktion checken. Bsp: Ich suche jemanden, der meinen Hund ausführt. „Hund“ in die Suchfunktion eingeben und Leute anschreiben, die ein entsprechendes Angebot gemacht haben.

❗️ ANGEBOTE:
– Gebiet, in dem man aktiv ist/sein kann
– Was kann und will ich machen?
– Wann habe ich dafür Zeit?

💡 INFO:
– kurze Zusammenfassung der Information (warum ist das wichtig?)
– Quelle angeben (unseriöse Infos werden gelöscht)

Nicht geduldet wird jegliche rassistische/sexistische Äußerungen. Unsere Solidarität gilt allen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft usw. Fake-News werden umgehend gelöscht.

Noch ein Paar Infos für Telegram-Starter:

1. ganz wichtig, je mehr es in der Gruppe werden: Gruppen können stumm geschaltet werden!
in der Gruppe auf die 3 Punkte oben rechts klicken » stummschalten » deaktivieren

In den Einstellungen könnt ihr für die gesamte App Mitteilungen, Töne, Einstellungen zu Privatsphäre und vieles andere so regeln, wie es für euch angenehm ist

2. Überblick über Dokumente, Links, etc:
ein klick auf den Gruppennamen oben zeigt euch Dateien, links, Bilder in chronologischer Reihenfolge an. Auch gibt es Suchfunktionen für den Chatverlauf, Dokumente etc

3. Rechtsklick ermöglicht editieren und löschen von Nachrichten

4. wenn ihr nur einer Person etwas mitteilen möchtet: schreibt bitte persönliche Nachichten und nicht in die ganze Gruppe!
» Person finden (ggf. Suchfunktion) » auf den Namen tippen » auf das Sprechblasensymbol klicken » nur der Person schreiben, die die Info braucht und nicht 100 weiteren ; )

Bitte ladet Menschen in diese Gruppe ein
Der Link zur Telegramm-Gruppe: https://t.me/joinchat/OkqYFxlwJ3jGzOBWP2uEcg

Telegram-Gruppen anderer Bezirke und Städte findet ihr hier: https://listling.org/lists/pwfjfkpjmesjjinm/solidarische-nachbarschaftshilfe

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Dienstags in der Linie 206 – 25.02. – 17.03.

english version below

Wohnzimmerabende in Mitte!
Wir laden dienstags in unser Haus ein zum gemütlichem Ausklingen des
Tages und weil wir uns mit aktuellen politischen Themen
auseinandersetzen wollen. Dazu gibts Crepes und Bier in
Wohnzimmeratmosphäre.
Wolltet ihr unseren Chaospalast immer schonmal von innen sehen? Seid ihr
ständig zu Besuch und fragt euch schon seit längerem, wann mal wieder
eine Verantstaltung bei uns stattfinden wird? Habt ihr Lust, selbst
einen offenen Abend in unserem Wohnzimmer zu gestalten? Oder möchtet ihr
euch einfach nur mit politischen Bewegungen und Diskursen beschäftigen?

25.2. um 19 Uhr // 8. März ist alle Tage! Crêpes &Suppe – Siebdruck* –
Film: Girlhood von Celine Sciamma (Filmstart 20:30)

3.3. um 19 Uhr // 8. März ist alle Tage! Küfa – Crêpes – Siebdruck – Film:
Frauen bildet Banden! Eine Spurensuche zur Geschichte der Roten Zora vom
Filmkollektiv LasOtras

10.3. um 19 Uhr // Küfa und Doku: Ameisen – Die geheime Weltmacht. Dass
Ameisen krasse Tiere sind, weißt du bestimmt. Nach dieser Doku wirst du
sie noch krasser finden, versprochen.

ABGESAGT um die Verbreitung von Coronavieren (COVID-19) zu minimieren  17.3. um 19 Uhr // Mietenwahnsinn stoppen: Küfa – Crêpes –
Infoveranstaltung zur bevorstehenden Mietendemo: Stadtaktivist*innen
stellen ihre Arbeit gegen Gentrifizierung vor.

…dann kommt einfach vorbei!

*Für den Siebdruck könnt ihr eure eigenen Klamotten zum Bedrucken
mitbringen, wir haben auch Stoff für Patches da.

Wir haben Lust, euch kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen und sich zu
vernetzen. Unser Wohnzimmer als Freiraum für Alle!
Linie206
(Adresse: Linienstraße 206, U Rosenthaler Platz)
https://linie206.blackblogs.org/

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english version

Tuesdays together in Mitte!

We happily invite you to our house to spend relaxed evenings together
and also to discuss about current political topics. There will be
delicious Crepes and Bear in our cozy space.

You always wanted to peek behind the facade of our bedlam-palace? You
are a frequent visitor and you wonder about the upcoming events at our
place? Would you like to create an open evening get-together in our
living room yourself?
Or are you just interested in political movements or discussions with
others?

25.2. at 7pm // 8th of march everyday: Crêpes & Soup – screen print*
-Movie: GIRLHOOD by CÉLINE SCIAMMA (The movie starts at 8.30pm)

03.3. at 7pm // 8th of march everyday: Crêpes & Soup – screen print –
Movie: ‘FRAUEN BILDET BANDEN -EINE SPURENSUCHE ZUR GESCHICHTE DER ROTEN
ZORA‘ by the filmmakers collective LASOTRAS

10.3. at 7pm // Küfa and Documantery: ‘Ants- a Secret global power‘ You
surely know about how incredible ants are. But after that documentary
you will be even more impressed. Promis!

17.3. at 7pm // Housing for people – not for profit!: Küfa – Crêpes –
Info event about the upcoming demonstration Mietenwahnsinn stoppen:
Local activists present their strategies against gentrification.

*Please bring some fabrics or clothes for the screen-printing, we can
print on everything you want, t-shirts, trousers, underwear… But there
will be also fabrics at our place!

We hope to see you soon!

Our living room as an open space for everybody!

LINIE206
(adress: Linienstraße 206, U Rosenthaler Platz)

https://linie206.blackblogs.org/

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Gala von #KeinHausWeniger!

Eine Gala zu Ehren aller bedrohten linksalternativen Projekthäuser, Initiativen, Freiräume, Platten und Clubs.
Der Saal soll voll werden, um die Projekte solidarisch unterstützen und izu zeigen, dass wir Viele sind! Kommt und supportet!
Es erwartet euch ein vielfältiges Programm: Musik, Redebeträge, Performances, Theater, Küfas, Kunst, Tanz und vieles mehr. Der Eintritt ist auf Spendenbasis und der Festsaal Kreuzberg ist für Rollstuhlfahrer*innen geeignet. Kinder unter 14 Jahren können in Begleitung einer erziehungsberechtigten Person teilnehmen. Kinder erwünscht. Solidarity will win!
Sonntag, 16. Februar ab 18:00
Festsaal Kreuzberg (Am Flutgraben 2)
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Solidarität mit allen bedrohten Projekten – Gegen die Stadt der Reichen!

Die Potse ist nach beinahe einem halben Jahrhundert mittlerweile seit knapp einem Jahr unfreiwillig besetzt. Statt selbstverwalteter Jugendsubkultur sollen dort sogenannte Co-living-spaces entstehen. Die linke Kiezkneipe Syndikat hat gerade ihren Räumungstitel bekommen und soll ebenso, wie die Meuterei finanzstärkeren Mieter*innen und ihre Gäste zahlungskräftigerer Kundschaft Platz machen. In Friedrichshain soll das queer-feministische Hausprojekt Liebig34 den Profitinteressen von Gijor Padovicz weichen und auch die KØPI und der Wagenplatz ist wieder mal räumungsbedroht.

Auch wenn die aktuelle Entwicklung der Stadt weder neu, noch überraschend ist, verschlägt uns die derzeitige Dynamik trotzdem manchmal die Sprache und vor allem ist und bleibt sie eine Riesensauerei!

Viele langjährige, lebendige und politisch wichtige Projekte sind in den letzten Jahren geräumt worden, um der Stadt der Reichen Platz zu machen: Yorck59, Brunnen183, Liebig14, Friedel54, O-Platz, Gerhardt-Hauptmann-Schule, Teppichfabrik, Cuvrybrache, G17A, DieselA und so weiter und so fort.

Waren früher vor allem unkommerzielle widerständige Orte Ziel gerichtlich unterfütterter Vertreibungspolitik, kämpfen seit einigen Jahren sogar Hausgemeinschaften, Mieter*innen und Kleingewerbe ums überleben. In Berlin ist anscheinend nur noch Platz für die Reichen. Das Kapital frisst sich mit einer offenbar maßlosen Gier durch die Kieze.

Dass viele Menschen mittlerweile an den Stadtrand oder in die Obdachlosigkeit gedrängt wurden, dass es in vielen Kiezen kaum noch Läden des täglichen Bedarfs gibt, dass unkommerzielle Freiräume und Widerstandsnester Stück für Stück verschwinden, ist kein Missstand, kein Versehen, kein Kollateralschaden einer sonst erfolgreichen Standortpolitik, sondern Konsequenz einer gezielten kapitalistischen Politik gegen die Armen und Unangepassten.

Der Widerstand gegen die kapitalistische Stadt hat in den letzten Jahren eine erfreuliche Dynamik angenommen, leider genau wie die gallopierende Gentrifizierung selbst.

Einige kleine Zugeständnisse hat die Mietenbewegegung dem Senat abringen können, Law-and-Order-Henkel hat sich an der Rigaer94 die Zähne ausgebissen, der Google Campus wurde von der Nachbarschaft verhindert und Berlin wird wohl noch lange auf Olympia warten müssen. Doch an der neoliberalen Logik der Standortpolitik oder gar der Warenförmigkeit des Wohnungsmarktes hat bisher niemand wirklich zu rütteln vermocht. Auch die Berliner Linie hat die Kampagne #besetzen, trotz einer beeindruckend ausdauernden Besetzungskampagne, noch nicht zu Fall bringen können.

Die Vehemenz mit der das politisches Personal im Senat (sei es grün, rot oder sonst wie gefärbt) für die Interessen des Kapitals kämpft und hier und da Brotsamen und Beruhigungspillen an den Pöbel verteilt, macht uns stinkwütend. Dass unsere Freund*innen aus der Liebig34, der Meute, dem Syndi, der Rigaer94 oder der Potse und damit wichtige politische Orte geräumt werden sollen, macht uns noch wütender! Alles, damit sich noch mehr Immobilienbesitzer*innen eine goldene Nase verdienen können! In der Rummelsburger Bucht planen sie als Sahnehäubchen das nächste Scheiß-Disney-Land für den Wochenendtourismus: WTF?? Ist das euer Ernst??

Dass die Gerichte weit über hundert Strafanzeigen gegen die #-Besetzer*innen verhandeln wollen, setzt sogar dem Sahnehäubchen noch die Krone auf. Es beweist einmal mehr, dass die Herrschenden in welcher Form sie auch immer verpackt sein mögen, politischer Gegner und nicht Adressat politischer Forderungen sind. Widerstand wächst von unten und sein stärkstes Fundament ist die Solidarität.

In Zeiten, in denen die Neue Rechte immer mehr Landnahme verzeichnen kann, brauchen wir viel, viel mehr queer-feministische Hausprojekte!

Aber wenn Senat, Gerichte, Bullen, Politiker*innen, irgendwelche Pears, Padovizces, die Sanus AG oder andere Eigentümer*innen denken, irgendwann wäre Ruhe, irgendwann wäre die Stadt sauber, dann haben sie sich geschnitten. Der Widerstand gegen diese menschenfeindliche Stadtpolitik wird wachsen!

Wir rufen alle Menschen auf, sich der kapitalistischen Stadt entgegenzustellen und die geplanten Räumungen zu verhindern!

Solidarität mit allen bedrohten Projekten, kämpfenden Hütten und wütenden Mieter*innen!

Gegen die Stadt der Reichen!

Linie206

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Kein Haus weniger!

Auch wir sind ein Teil davon:

Ohne seine alternativen Haus- und Kulturprojekte wäre Berlin lediglich die Stadt, in der mal die Mauer stand. Sie wäre sozial, politisch und kulturell um Vieles ärmer.

Tausende Menschen finden in Hausprojekten bezahlbaren Wohnraum ohne Angst vor Verdrängung haben zu müssen; Menschen, die anderswo diskriminiert werden, finden hier ein sicheres Zuhause. Die Häuser und Projekte bieten zudem eine elementar wichtige Infrastruktur für ihre Nachbarschaften. Hier finden sich Räume für Mietberatungen, politische Vernetzung, kulturelle Veranstaltungen und Orte zum Verweilen ohne Konsumzwang.

Die Geschichte der Besetzungen in Berlin ist eine Erfolgsgeschichte. Ab Ende der 1970er Jahre verhinderten zahlreiche Instandbesetzungen die so genannte “Kahlschlagsanierung”, also den Komplettabriss des Kreuzberger Kiezes “SO36″. 1981 waren 168 Häuser in Berlin besetzt, davon 86 in Kreuzberg. In den folgenden Jahren konnten durch die Besetzungswelle und die enormen Mobilisierungen die bestehende Bausubstanz und die kleinteilige Kiezkultur Kreuzbergs bewahrt werden. Berlinweit wurden bis zu 100 der besetzten Häuser „legalisert“, viele von ihnen erhielten für ihre Sanierung Gelder aus dem Senatsprogramm „Bauliche Selbsthilfe“. Auch heute noch sind Genossenschaften und Selbstverwaltung, wie sie bspw. das Mietshäusersyndikat fördert, der sicherste Schutz vor Mieterhöhungen und Verdrängung.

Eine nächste Besetzungswelle belebte ab 1990 unzählige leerstehende und verfallene Häuser in Ost-Berlin. Nach einer Verhandlungsoffensive standen Verträge für etwa 100 Häuser in Prenzlauer Berg, Mitte und Friedrichshain. Die alternativen Projekte prägten und prägen bis heute den Charakter ihrer umliegenden Viertel.

Stadtmarketing, Ferienwohnungsplattformen und Immobilienkonzerne bedienen sich der Berliner Subkultur des widerständigen und alternativen Lebens für den Verkauf eines rebellischen Images. Dem widersprechen wir entschieden: Wir sind nicht die Fassade eures Verwertungsmarktes. Wir sind der lebendige Beweis dafür, dass sich selbstbestimmtes Leben und soziale Räume nicht mit, sondern nur gegen Profitinteressen durchsetzen lassen. Wir sind die Vorboten einer besseren Zukunft als solidarische Stadt. Dass nun immer mehr Projekte auf die Straße gesetzt werden sollen, werden wir nicht akzeptieren.

Wir sagen: Jetzt ist Schluss! Kein Projekt, kein Haus weniger!

Während Berlin sich als queere Hauptstadt inszeniert, wird ein queerfeministisches Hausprojekt rausgeschmissen. Schluss damit!     Liebig34 bleibt!

Während Berlin dringenden Bedarf an Angeboten für Jugendliche und Sozialeinrichtungen hat, sieht man zu, wie die zwei ältesten selbstverwalteten Jugend- und Sozialzentren verdrängt werden. Schluss damit!            Potse bleibt! Gebt dem Drugstore seine Räume zurück!

Während bezahlbarer Wohn- und Gewerberaum immer knapper wird, stehen mit der Lause und der Køpi wichtige alternative Wohn- und Projektorte unmittelbar vor einem erneuten Verkauf und damit einer ungewissen Zukunft. Køpi bleibt! Lause bleibt!

Viele unserer eigenen Geschichten zeigen, dass aus Besetzungen u.a. Projekte solidarischen Zusammenlebens, Netzwerke für soziales Engagement in den Nachbarschaften und unkommerzielle Räume für Initiativen und Vereine entstehen. Dennoch wird die Aneignung und Nutzung von Leerstand zwanghaft binnen 24 Stunden mit Polizeigewalt geräumt. In Ländern wie der Schweiz müssen Eigentümer*innen von Leerstand nachweisen, dass sie aktuell konkrete Vorhaben mit den Gebäuden umsetzen, andernfalls müssen sie Besetzungen dulden.
Gebt der G17a ihre Wohnung zurück! Alle von Rausschmiss bedrohten Hausgemeinschaften bleiben!

Wenn neue gastronomische Einrichtungen öffnen, ist das Angebot oft touristisch ausgelegt und für viele Berliner*innen schlicht längst nicht mehr erschwinglich. Langjährige Kneipen, die häufig kollektiv betrieben werden und vom Ausschank abgesehen oft auch Raum für nachbarschaftliche Vernetzung, Sozialberatung und politische Veranstaltungen bieten, werden hingegen rausgeschmissen. Schluss damit!
Syndikat und Meuterei bleiben! Gebt der Friedel54 ihren Laden zurück! Sicherheit fürs K-Fetisch!

Während alternative Lebensweisen mit Wagenplätzen selbstbestimmte Orte zum Wohnen und Arbeiten finden, sind diese immer stärker von Verdrängung bedroht. Schluss damit!
SabotGarden und alle Wagenplätze bleiben! Ein Areal für die DieselA!

Alternative Projekte sind ein zentraler Bestandteil für eine vielfältige und lebendige Stadt. Wir waren schon hier als die Kieze und Stadtteile noch nicht aufgehübscht und vermarktet wurden. Wir waren vielerorts da, wo die Benachteiligten und Unterprivilegierten ihrem Schicksal überlassen wurden. Und wir werden jetzt nicht weichen, wo die Profitinteressen von Konzernen uns zu verdrängen versuchen.

Wer in Zeiten grassierender Mieten und niedriger Löhne untätig bleibt oder glaubt, sich angesichts eines zeitlich befristeten Mietendeckels nun zurücklehnen zu können, wenn soziale Institutionen oder Einzelpersonen ihr Zuhause verlieren, macht sich mitschuldig!

Deshalb:

  • Bestandsschutz für alle sozialen und kulturellen Projekte sowie wirksamer Schutz vor Verdrängung für Kleingewerbe
  • Sofortige Aussetzung aller Zwangsräumungen
  • Weg mit der „Berliner Linie“
  • Straffreiheit für alle Besetzer*innen

Wir kämpfen gemeinsam! Wir bleiben alle!

Kein Haus weniger!

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Hausfest am 28. Juli 2017

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Prozess + Kundgebung // Amtsgericht Mitte (Littenstr. 12-17)

„Linie 206 bleibt“.

Am 17.02. findet der erste Gerichtsprozess gegen die illegale Räumung [Pressemitteilung] in der Linie 206 im Mai letzten Jahres statt.
Das wird spitze.
Wir freuen uns wenn ihr zahlreich kommt und uns unterstützt, es gibt warmen Tee/Kaffee, Polizeikontrollen und Temperaturen wahrscheinlich zwischen -10 und 10 Grad.
Für alle die nicht reinkommen gibt ne Kundgebung davor.

Kundgebung 8:15 Uhr
Verhandlungsbeginn: 09.00 Uhr.
Amtsgericht Mitte (Littenstr. 12-17)
Raumnummer: 2/2711.

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Unterstützer*innen der Linien 206… bringen wir den runden Tisch zu ihnen

gefunden auf https://de.indymedia.org/node/11319 : bzw http://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/021216linie206.html


Mit einem Spektakel vor dem Firmensitz des Eigentümers Bernd-Ullrich Lippert haben Unterstützer*innen der Linienstraße 206 am Freitag einen runden Tisch eingefordert. Seit Jahren kämpfen die Bewohner*innen der Linienstraße 206 um den Erhalt ihres Hausprojektes. Aufgrund der einmaligen Lage ist das Haus zum begehrten Spekulationsobjekt mit wechselnden Eigentümer*innen geworden. Alle Versuche, das Haus in Selbstverwaltung zu übernehmen und dem Markt langfristig zu entziehen, sind bisher daran gescheitert, dass die Eigentümer sich jeglicher Kommunikation oder Verhandlungen verweigern.

Eine Fotoseite unter: http://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/021216linie206.html

Hier die Erklärung der Aktivist*innen: „Kommen die Eigentümer der Linie206 nicht zum Runden Tisch… bringen wir den Runden Tisch zu ihnen!
Am 02.12.2016 haben wir, Unterstützer*innen des Hausprojekts Linie206, den „Hauseigentümern“ Bernd-Ullrich Lippert und Frank Wadler eine Kunstperformance vor die Haustür ihres Firmensitzes im Boschweg 12-16 gesetzt. Dies war eine Reaktion darauf, dass sie ihr Erscheinen zum Runden Tisch der Linie206 am vergangenen Montag, den 28.11.16 abgesagt hatten. Der Runde Tisch sollte der Beginn der aus unserer Sicht überfälligen Gespräche um die Zukunft des Hauses in der Linienstraße sein, denen sich Lippert und Wadler seit Jahren verweigern.
Als Sahnehäubchen erreichte die Hausgemeinschaft diese Woche ein Schreiben des Anwalts der Gegenseite, in dem Lipperts und Wadlers ganz eigene Vorstellungen von Kommunikation zwischen ihren Mieter*innen und ihnen als Vermietern dargelegt wurden: „Die Korrespondenz ist ausschließlich über meine Kanzlei zu führen; meine Mandantin verbittet sich jegliche direkte Kontaktaufnahme. Wir gehen davon aus, dass dies selbst für Ihre Mandantschaft deutlich genug ist.“
Offensichtlich dachten die Beiden, dass diese lästigen Chaot*innen, die seit 26 Jahren dafür sorgen, dass das Haus bewohnbar bleibt, sich durch beharrliches Ignorieren einfach abwimmeln lassen. Da haben sie sich jedoch geschnitten – denn wir werden nicht zulassen, dass die Linie206 von zwei profitgierigen Spekulanten zerstört wird. Wenn sie nicht willens sind, zum Runden Tisch zu kommen – bitte, dann bringen wir eben den Runden Tisch zu ihnen!

Und so sah das aus…
Gegen 12 Uhr erschollen Rufe und Musik vor der Einfahrt zu Lipperts Firma – die schon früher in Erscheinung getretenen Superheld*innen der Linie206 waren gekommen um Lippert und Wadler endlich dorthin zu bringen, wo sie schon längst hätten sein sollen: An den Verhandlungstisch mit der Linie206.
Die Superheld*innen hatten jedoch alle Mühe mit den Spekulanten. Die flohen und rannten immer wieder davon; bis sie der Linie dann schlussendlich doch noch im wahrsten Sinne des Wortes ins Netz gingen.
Nach zähen Verhandlungen stand der Deal: Das Haus in der Linienstraße für das Hausprojekt, für Lippert und Wadler ein Adventskalender-Haus als Tauschobjekt. So geht das.

Wir sind uns sicher, dass Bernd-Ullrich Lippert davon erfahren wird. Während der Performance erschien nämlich sein Bruder, der offensichtlich ebenfalls dort arbeitet und uns mit der Polizei drohte, die nach unseren Informationen ca. eine halbe Stunde später dort eintrudelte.

Lippert und Wadler, ihr werdet euch die Zähne ausbeißen an der Linie206, also lasst es einfach bleiben! Tretet das Haus an die Hausgemeinschaft ab und ab durch die Mitte mit euch!

Die Linie denen, die drin wohnen!“ – Unterstützer*innen der Linie206 –

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Runder Tisch des Hausprojekts Linie206 mit den Hauseigentümern geplatzt

Pressemitteilung Linienstraße 206
Einladung zu Performance und Pressegespräch

Berlin-Mitte, 28.11.2016

Erstmalig fand heute Abend im Rathaus Mitte ein Runder Tisch statt, bei dem die Hausgemeinschaft mit den Eigentümern Bernd-Ullrich Lippert und Frank Wadler über die Zukunft und den Erhalt des Hauses in der Linienstraße 206 verhandeln wollte. Obwohl die Beiden nicht erschienen, fand ein konstruktives Gespräch statt.
Neben dem Hausverein Linien-Treu 206 e.V. nahm auch der Vorsitzende des Ausschusses für Soziale Stadt Oliver Kociolek (Grüne) an dem Gespräch teil, sowie weitere Unterstützer*innen und Wegbegleiter*innen.
Es wurden Szenarien für ein Weiterbestehen des Projekts an ihrem jetzigen Ort entworfen. Dabei lag das Augenmerk der Teilnehmer*innen auf dem sensiblen Standort Mitte, an dem die Linie206 eines der letzten verbliebenen alternativen Lebensformen ist. Erneut konnte die Aufmerksamkeit der Bezirkspolitik auf die Konflikte um das ehemals besetzte Haus gelenkt werden.
Seit Jahren ist die Hausgemeinschaft bestrebt, den Erhalt des Hausprojektes langfristig zu sichern.
Im Mai 2016 war es jedoch zu einer Teilräumung gekommen.

Um den Runden Tisch doch noch zu den Eigentümern zu bringen, wird vor dem Firmensitz der Lippert & Wadler GbR eine Performance stattfinden, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.
Im Anschluss werden wir für Fragen bereit stehen.

Kunstaktion mit anschließendem Pressegespräch:
Freitag, 02.12.16, 12:00 Uhr,
Boschweg Ecke Nobelstraße,
12057 Berlin-Neukölln

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